Steinbilder I - Gesteine, Mineralien und Fossilien im Stadtgebiet von Pforzheim und im Enzkreis

In diesem Teil der Homepage finden Sie Bilder von Steinen:

Es sind Abbildungen und Beschreibungen von Steinen aus dem Stadtgebiet von Pforzheim und dem Enzkreis. Die Steine, die hier vorgestellt werden, findet man am Ackerrand, im Straßengraben, auf einer Baustelle, im Wald zwischen Baumwurzeln oder als Geröll in einem Bach, an einem Steilhang mit Felsen, in Natursteinmauern oder als Gartenschmuck. Es können auch Fossilreste sein. Wer das Fossil nicht erkennt, wird eben einen "Stein" in der Hand halten!

Das Besondere im Stadtgebiet von Pforzheim und im Enzkreis ist die auffallend hohe Zahl unterschiedlicher Steine = Gesteine, Mineralien und Fossilreste, die man auf den Äckern, in den Weinbergen, im Wald oder am Flussufer entdecken kann. Das liegt einerseits an den schnell wechselnden Ablagerungsbedingungen des frühen Erdmittelalters, aus dem die meisten Steine stammen, und andererseits an der Vielfalt der Landschaften, an denen Pforzheim und Enzkreis Anteil haben.

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Beginn alphabetische Liste Steinbilder I         Anthrakonitbank bis Quarzsandstein

Anthrakonitbank: Harter Schillkalk, bei dem die Grundmasse glanzlos (mikritisch) und schwarz (bituminös) ist. Der Kalkstein braust bei Salzsäure auf und stinkt, weil Kohlenwasserstoffteilchen des Bitumens freigesetzt werden. - Ackerstein bei Göbrichen; Unterer Keuper

Anthrakonitbank

Azurit: Blaue Azurit-Kruste auf einem gelblichen Dolomitstein. - Pforzheim, Oberer Segelweg. Unterer Muschelkalk.

Blauer Azurit und grüner Malachit: auf Dolomitstein

Azurit: Auf dem gelblichen Dolomitstein oben haben sich dünne Krusten von blauem Azurit und grünem Malachit abgesetzt. Azurit und Malachit sind Kupferverbindungen. - Ackerstein, Römerstraße Pforzheim; in den untersten Schichten des Unteren Muschelkalks am Übergang zum Buntsandstein.

Baryt oder Schwerspat: ein Mineral, tafelig oder blättrig ausgebildet. - Neuenbürg-Waldrennach, Bereich "Hirschgarten"; Mineralvorkommen in den Spalten des Buntsandsteins.

Baryt oder Schwerspat: Der gelbliche Dolomitstein ist mit Baryt durchsetzt und deutlich schwerer als ein Dolomitstein ohne Baryt. - Ackerstein Niefern, Nähe Autobahn; Mittlerer Muschelkalk.

Rosafarbener Baryt im Dolomitstein. - Der Ackerstein ist sehr schwer, weil er viel Baryt enthält. - Niefern; Mittlerer Muschelkalk.

Blaukalk. Fossilleerer Hauptmuschelkalk; dunkle Farbe durch Pyrit und Bitumen; ausgebleichter Ackerstein mit weißer Steinrinde und Schrumpfungsrissen.- Mönsheim, Buigen.
Bunte Mergel. Rotbraune, grüngraue, violette Tonsteine im Keuper.- Illingen, Weinberg.
Buntsandsteinbreccie.- Salmbach, Eisenwald.
Calcit. Heller Kalkspat mit gelblichen Eisenrostbändern.- Pforzheim, Kaltenberg.
Deckplatten-Dolomitsteine. Sie zerspringen beim Zerschlagen immer wieder ebenplattig mit klaren Kanten. Unterer Muschelkalk.- Birkenfeld, Mittelbusch.
Dolomitstein. Gelber, dichter Dolomitstein im oberen Lettenkeuper, mit Calcit erfüllten, ovalen Drusen.- Bauschlott, Auweg.
Dolomitstein. Kalkspatleisten durchziehen den Stein aus dem oberen Lettenkeuper.- Bauschlott, Auweg.
Eisenschlacke.- Huchenfeld, Erzkopf, Erzgrubenweg.
Flaserkalk. Oberer Muschelkalk.- Pforzheim, Lange Grundweg.
Flussspat. Fluorit; links verquarzter Flussspat, Flussspat-Erz; rechts winzige Fluorit-Würfel im Erz, mit Quarzkriställchen besetzt.- Pforzheim, Käfersteige.
Gemeiner Milchquarz. Große helle Gerölle im Buntsandstein; milchig trüb durch winzige gasförmige oder flüssige Einschlüsse.- Pforzheim, Lettenbachklinge.
Gipskeuperkalkstein. Kalkbank im unteren Gipskeuper mit winzigen Muscheln und Schnecken.- Senke südwestlich von Corres.
Gipskeupermergel. Gelbgraue drusige grobe Mergelbrocken, innen weiß durch Calcit (C) und Quarz, auch winzige Bergkristalle (Q).- Sengach, Enztalrand.
Gipskeupermergel. Grünliche ausgelaugte Mergelfladen mit harten Calcit-Graten.- Sengach, Enztalrand.
Gipskeupermergel. Zweimal der gleiche Mergelstein: flach, ausgelaugt, schlackeförmig von oben, mit reichlich faserigem, säulenartigen Calcit von der Seite. Gips aufgelöst, Calcit abgeschieden.- Mühlacker, Kißling.
Gipsresiduen. Kalkige Auslaugungsrückstände; knollige Steine mit Mergelstückchen, Quarz und Calcit, aus denen Gips ausgewaschen wurde; Residuum - das Zurückgebliebene, der Rest.- Weinberge in Lienzingen, Illingen, Schützingen.
Gipsresiduen. Äußerst drusige und kalkspatreiche Gipsauslaugungsreste.- Illingen, Neue Weinberge.
Gipsresiduen. Häufig vorkommende Gipsauslaugungsreste mit aufgewachsenen weißen Calcitkristallen.- Illingen, Neue Weinberge.
Goethit. Brauner Glaskopf, traubige, schwarz-glänzende Oberfläche, seitlich dunkelbraun-faserig.- Waldrennach, Hummelrain und Hirschgarten.
Hämatit. Auf einem Buntsandstein.- Waldrennach, Hirschgarten.
Harnisch. An einer Verwerfung im Buntsandstein haben sich Gesteinsflächen aneinander vorbeibewegt. Es kam zu parallen Schramm- und Kratzspuren. Weißer Baryt und Eisenrost färben die gerillte Fläche.- Büchenbronn: Herrmannsee.
Hauptbuntsandstein. Mittlerer Buntsandstein, fast geröllfrei, tüpfelfrei, schräg- und kreuzgeschichtet, rotbraun, gelblich gebändert.- Büchenbronn, Beutbachtal.
Kalktuff.- Iptingen, Grenzbach
Karneol. Getrommelte und rohe Karneole aus dem Karneol-Dolomit-Horizont, Mittlerer Buntsandstein.- Pforzheim, Lettenbachtal.
Kugelsandstein. Mittlerer Buntsandstein.- Huchenfeld, Nagoldhalde.
Lettenkeupersandstein. Grüner Sandstein mit roten Hämatitflecken. Rechts mit dem Lager, links gegen das Lager aufgenommen.- Bauschlott, Auweg.
Lettenkeupersandstein. Gelblicher Sandstein mit braunen Pflanzenspuren.- Ölbronn, Talweg.
Lettenkeupersandstein. Grauer, schiefriger Sandstein mit kohligen Pflanzenresten.- Bauschlott, Auweg.
Lettenkohle. Unterer Keuper.- Bauschlott, Auweg
Limonit. Eisenrost, Brauneisenstein, Brauneisenerz; ein rostfarbenes lockeres Gemisch aus wasserhaltigen Eisenoxiden.- Pforzheim, Käfersteige.
Lösskindel. Auch die Lösskindel sind Ackersteine im Löss- und Lösslehmgebiet.- Mühlacker: Plattensteige, Langes Gewand, Lug, Biegeläcker.
Lösslehm. Tonreicher alter Lösslehm, bei Regen weich zerflossen, dann wieder verfestigt.- Pforzheim, Müllerskreuz.
Malachit. Auf Dolomitsteinen des Unteren Muschelkalks; Berggrün, eine Kupferverbindung; das Grün verblasst im Sonnenlicht.- Mühlhausen: Maus, Pforzheim: Hafnerwiese, Oberer Segelweg, Heimsheim: Silberberg.

Malachit oder Berggrün: dünnschichtige, feine, grüne Ablagerungen auf einem Dolomitstein. - Pforzheim, Hafnerwiese oder Tiefenbronn-Mühlhausen, Maus; Unterer Muschelkalk.

Grüner Malachit und blauer Azurit: Kupferverbindungen auf einem gelblichen Dolomitstein, ein Stein, der Calcit und Magnesium enthält. - Tiefenbronn-Mühlhausen, Maus; Unterer Muschelkalk.

Manganoxid. Krustig auf Buntsandstein, dendritisch auf Keupermergel, blauschwarz fleckig auf Keupersandstein.- Neuenbürg, Schützingen, Ölbronn.
Mergel. Eine Steinmasse, ein Gemenge aus hauptsächlich Tonmineralen und Kalk; hier ein ebenplattiger, schiefriger, dolomitischer, tonreicher Mergel(stein).- Birkenfeld, Nordrand Dammfeld.
Nodosuskalk. Gerundete Ackersteine der Ceratitenschichten; die runden Formen, weil der Kalk tonhaltig ist; Bruchstücke von Ceratiten als Ackersteine.- Ispringen, zum Hohberg hin.
Orbicularismergel. Muschel "Neoschizodus orbicularis".- Birkenfeld, Dammfeld; Heimsheim, Silberberg; Wurmberg, Hub.
Plattensandstein. Oberer Buntsandstein, platt wie ein Blatt, glimmerreich und für Plattenbauten geeignet.- Hohenwart, Aussichtsturm.
Pyrolusit. Weichmanganerz, nadelig, radialstrahlig auf Buntsandstein; mit dem bloßen Auge noch erkennbar.- Waldrennach, Hundstal.

Quarzbreccie: Bei einem Tropfen Salzsäure tanzen die Gasblasen um die helle Quarzmasse. Die Säure greift nur die kalkig-dolomitische Grundmasse des Steins an, den eingelagerten Quarz nicht. - Königsbach-Stein, Heustätt; Mittlerer Muschelkalk.

Quarzsandstein: Rechts ein quarzitähnlicher Stein ohne Löcher, Risse oder Poren; ein Tropfen Tinte verfärbt ihn, aber die Tinte versickert nicht; links ein Buntsandstein mit Poren zwischen den Quarzkörnern: die Tinte versickert sofort. - Pforz-heim, Drehklingenbach; Mittlerer Buntsandstein.