Steinbilder I - Gesteine, Mineralien und Fossilien im Stadtgebiet von Pforzheim und im Enzkreis

In diesem Teil der Homepage finden Sie Bilder von Steinen:

Es sind Abbildungen und Beschreibungen von Steinen aus dem Stadtgebiet von Pforzheim und dem Enzkreis. Die Steine, die hier vorgestellt werden, findet man am Ackerrand, im Straßengraben, auf einer Baustelle, im Wald zwischen Baumwurzeln oder als Geröll in einem Bach, an einem Steilhang mit Felsen, in Natursteinmauern oder als Gartenschmuck. Es können auch Fossilreste sein. Wer das Fossil nicht erkennt, wird eben einen "Stein" in der Hand halten!

Das Besondere im Stadtgebiet von Pforzheim und im Enzkreis ist die auffallend hohe Zahl unter-schiedlicher Steine = Gesteine, Mineralien und Fossilreste, die man auf den Äckern, in den Wein-bergen, im Wald oder am Flussufer entdecken kann. Entstanden sind die meisten im frühen Erdmittelalter, in der Germanischen Trias aus Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper. Die Trias begann vor rund 250 Mio. Jahren und endete vor etwa 200 Mio. Jahren, und so alt sind die "Steine".

Wenn Sie aufs Bild klicken, vergrößert es sich. Was Sie in der ersten alphabetischen Liste bei Steinbilder I und II nicht finden, finden Sie viel-leicht in der zweiten bei Steinbilder III und IV.

Beginn alphabetische Liste Steinbilder I        

Anthrakonitbank 1: Harter Schillkalk, bei dem die Grundmasse glanzlos (mikritisch) und schwarz (bituminös) ist. Das kalkige Gestein braust bei Salzsäure auf und stinkt, weil Kohlenwasserstoff-teilchen des Bitumens freigesetzt werden. -  Ackerstein bei Göbrichen; Unterer Keuper.

Anthrakonitbank 2

Azurit 1: ein Mineral; blaue Azurit-Kruste auf einem gelblichen Dolomitstein. - Pforzheim, Oberer Segelweg; Unterer Muschelkalk.

Azurit 2: Auf dem gelblichen Dolomitstein oben haben sich dünne Krusten von blauem Azurit und grünem Malachit abgesetzt. Azurit und Malachit sind Kupferverbindungen. - Ackerstein, Römerstraße Pforzheim; in den untersten Schichten des Unteren Muschelkalks.

Baryt/ Schwerspat: ein Mineral, tafelig oder blättrig ausgebildet. - Neuenbürg-Waldrennach, Hirschgarten; Mineralvorkommen in den Spalten des Buntsandsteins.

Baryt/ Schwerspat: links knollig, gerundetes Bachgeröll, rechts tafelig-flach. - Neuenbürg-Waldrennach, Bachriss und Pinge am Hang; Buntsandsteingebiet.

Baryt/ Schwerspat: Der gelbliche Dolomitstein ist mit Baryt durchsetzt und deutlich schwerer als ein Dolomitstein ohne Baryt. - Ackerstein Niefern, Nähe Autobahn; Mittlerer Muschelkalk.

Baryt/ Schwerspat im Dolomitstein, rosafarben. - Der Ackerstein ist sehr schwer, weil er viel Baryt enthält. - Niefern; Mittlerer Muschelkalk.

Baryt/ Schwerspat: In einem grauen Dolomitstein sind kleine rosafarbene Baryteinlagerungen zu sehen. - Schützingen, Gausberg, oberer Weinbergrand; Mittlerer Keuper.

Blaukalk: ein Gestein, fossilleerer Hauptmuschel-kalk; dunkle Farbe durch Pyrit und Bitumen; in der Mitte ein ausgebleichtes Blaukalkstück mit weißer Steinrinde und Schrumpfungsrissen und gelblichen Mergelsteinflecken. - Mönsheim, Buigen; Oberer Muschelkalk.

Bunte Mergel: rotbraune, grüngraue, violette Tonsteine, ein weiches Gestein. - Illingen, im Weinberg; Mittlerer Keuper.

Buntsandsteinbreccie: Salmbach, Eisenwald.

Calcit, Kalkspat: ein Mineral, helle Kristalle mit gelblichen Eisenrostbändern. - Pforzheim, Kaltenberg; Mittlerer Muschelkalk.

Deckplatten-Dolomitsteine: Das Gestein zer-springt beim Zerschlagen immer wieder eben-plattig mit klaren Kanten. - Birkenfeld, Mittel-busch; Unterer Muschelkalk.

Dolomitstein 1: gelbes, dichtes und drusiges Gestein; die Drusen sind tief und oval und mit Calcit gefüllt. - Bauschlott, Auweg; Unterer Keuper.

Dolomitstein 2: flaserige Struktur, kräftige, unregelmäßig durchlaufende Kalkspatleisten durchziehen das Gestein. - Bauschlott, Auweg; Unterer Keuper.

Dolomitstein 3: im Bereich der hellen glänzenden Flecken besonders stark verquarzt; dort keine Reaktion auf Salzsäure; der Reststein reagiert; Eutingen, Enzberg, Mittler. Muschelkalk.

Eisenschlacke: Huchenfeld, Erzgrubenweg.

Gemeiner Milchquarz: große helle Gerölle im Sandstein, milchig trüb durch winzige gasförmige oder flüssige Einschlüsse. - Pforzheim, Letten-bachklinge; Oberer Geröllsandstein, Haupt-konglomeratsandstein, Mittlerer Buntsandstein.

Gipskeuper-Kalkstein: Kalksteinbank im unte-ren Gipskeuper mit winzigen weißschaligen Muscheln und Schnecken. - Senke südwestlich von Corres; Mittlerer Keuper.

Gipskeupermergelsteine: grünliche ausgelaugte Mergelsteinfladen mit harten Calcit-Graten. - Mühlacker-Sengach, Enztalhang; Keupergestein.

(Mehr unter "Steinbilder: Keupergesteine 1+2".)

Gipsresiduen 1: Auslaugungsrückstände; knollige Steine mit Anteilen von Kalk, Ton und Quarz; der Gips, der einst im Gestein war, ist ausgewaschen; Residuum - das Zurückgebliebene, der Rest. - Keupergestein in den Weinbergen    von Lienzingen, Illingen, Schützingen; Mittlerer Keuper.

(Mehr unter "Steinbilder: Keupergesteine 1+2".)

Gipsresiduen 2: äußerst drusige und kalkspat-reiche Gipsauslaugungsreste. - Illingen, Neue Weinberge; Mittlerer Keuper.                           (Mehr unter "Steinbilder: Keupergesteine 1+2".)

Hämatit: ein Mineral, eine Eisenverbindung, auf Buntsandstein.- Waldrennach, Hirschgarten.

Harnisch: An einer Verwerfung im Buntsandstein haben sich Gesteinsflächen aneinander vorbei-bewegt. Es kam zu parallelen Schramm- und Kratzspuren. Weißer Baryt und gelbliche Eisenverbindungen färben die gerillte Fläche. - Büchenbronn, Herrmannsee; im Buntsandstein.

Hauptbuntsandstein: rotbraunes, hell gebän-dertes, schräg- und kreuzgeschichtetes Gestein. - Büchenbronn, Beutbachtal; Mittl. Buntsandstein.

Hauptkonglomeratsandstein, Oberer Geröllsandstein: ein grobkörniger Sandstein mit großen, eingebackenen weißen Quarzgeröllen; die Quarzgerölle sind gerundet, herausgewittert manchmal wie Steineier - der Sandstein ist konglomeratisch; Sandkörner und Quarzgerölle sind durch Quarz zementiert und daher sehr hart und witterungsbeständig. - Pforzheim, Lettenbachklinge; oberer Mittlerer Buntsandstein.

Kugelsandstein: ein Gestein. - Huchenfeld, Nagoldhalde; Mittlerer Buntsandstein.

Lettenkeupersandstein 1: grüner Sandstein mit orangefarbenen, rötlichen Hämatitflecken; fein geschichtetes, plattes Gestein. - Bauschlott, Auweg; Unterer Keuper.

Lettenkeupersandstein 2: gelblicher Sandstein mit braunen fossilen Pflanzenspuren. - Ölbronn, Talweg; Unterer Keuper.

Lettenkeupersandstein 3: ein grauer schiefriger Sandstein mit kohligen Pflanzenresten. - Bauschlott, Auweg; Unterer Keuper.

Lettenkohle: Bauschlott, Auweg; Unterer Keuper.

Limonit: Brauneisenerz, ein rostfarbenes lockeres Gemisch aus wasserhaltigen Eisenoxiden. - Pforzheim, Käfersteige; Mittlerer Buntsandstein.

Malachit oder Berggrün: ein Mineral, dünn-schichtige, feine, grüne Ablagerungen auf einem Dolomitstein, eine Kupferverbindung; das Grün verblasst im Sonnenlicht schnell. - Pforzheim, Hafnerwiese; Unterer Muschelkalk.

Manganoxid: Mineralspuren, links krustig auf Buntsandstein, in der Mitte dendritisch auf einem Keupermergelstein, blau-schwarz fleckig auf einem Keupersandstein. - Neuenbürg (links), Schützingen (Mitte), Ölbronn (rechts).

Mergelstein: die Grundmasse des Gesteins ist ein Gemenge aus Tonmineralen und Kalkteilchen; dieser Mergelstein ist tonreich-weich, ebenplattig, schiefrig, dolomitisch und von Eiseneinlagerungen gelblich fleckig. - Birkenfeld, Nordrand Dammfeld; Mittlerer Muschelkalk.

Nodosuskalkstein: ein Gestein, löchrige und gerundete gelbliche Ackersteine, weil der Kalkstein tonhaltig ist; rechts Ceratit als Ackerstein. - Ispringen, zum Hohberg hin; Oberer Muschelkalk.

Orbicularismergel: flache, fladenförmige, dolo-mitische Mergelsteinbrocken, die sich aufschichten lassen; das Gestein enthält die fossile Muschel "Neoschizodus orbicularis". - Wurmberg, Hub, Heimsheim, Silberberg; Mittlerer Muschelkalk.

Plattensandstein: platt wie ein Blatt, glimmer-reich, für Turmbauten geeignet. - Hohenwart, Aussichtsturm; Gestein im Oberen Buntsandstein.

Pyrolusit: Weichmanganerz, ein Mineral, nadelige und radialstrahlig angeordnete Kristalle auf einem Buntsandstein; mit dem bloßen Auge noch erkennbar. - Neuenbürg-Waldrennach, Hundstal; Buntsandsteingebiet.

Quarzbreccie: Bei einem Tropfen Salzsäure tanzen die Gasblasen um die helle Quarzmasse. Die Säure greift nur die kalkig-dolomitische Grundmasse des Steins an, den eingelagerten Quarz nicht. - Königsbach-Stein, Heustätt; ein Gestein im Mittleren Muschelkalk.

Quarzsandstein: Rechts ein quarzitähnlicher Stein ohne Löcher, Risse oder Poren, hellgrau und sehr hart; ein Tropfen Tinte verfärbt ihn, aber die Tinte versickert nicht; links ein Buntsandstein mit Poren zwischen den Quarzkörnern: die Tinte versickert sofort. - Pforzheim, Drehklingenbach; Gesteine im Mittleren Buntsandstein.