Pforzheims Westtangente gestern - heute - morgen

Ein paar Eindrücke von der Westtangente im Februar 2019. Es ist, wie es ist. Verkehrsentlastung und Naturbelastung sind in ihrem Widerstreit nicht leicht zu versöhnen. Heute ist der Wandernde tief betrübt, morgen als Autofahrender hoch erfreut. Mal sehen, wie viel Natur zurückkommt...

Auf den freigebaggerten Flächen liegen auffällig viele Zapfen. Vielleicht wird ja gar kein neuer Weg, keine neue Straße gebaut, sondern das alte verstrüppte Gelände wird pflegeleichte Natur. Die Baumgruppen und Zapfen gibt es vielleicht auch in Zukunft! U

Westtangenten-

Bagger

bedrängen Wald und

Acker.

Frühlingsboten ohne

Wahl

grüßen hier zum letzten

Mal.

Weder Rotmilan noch Orchi-

deen

sind als Schutz für sie zu

sehen.

Auf Asphalt steh´n jetzt die

Zeichen.

Die Natur muss etwas

weichen,

für die Straßen, für die

neuen.

Der Autofahrer wird sich

freuen.

Auffällig viele abgerissene Zweige auf einem durchbaggerten Hang. Es ist denkbar, dass dieser Hang zu einer gepflegten naturbelassenen Fläche wird. Mal sehen! Dann kommen die Frühlingsboten wieder.
Begrünung an der Wildbrücke. Neben Grasflächen werden wohl auch Büsche gepflanzt werden. Die Frühlingsboten bekommen vielleicht wieder eine Chance.

Im Bereich der grünen

Brücke

schließt sich wieder eine

Lücke.

Die Tiere haben ihren

Zaun.

Man kann nur schwer darüber

schaun.

Das Netz zum Schutz des Hanges

sitzt.

Da wird dann Gras als Samen aufge-

spritzt.

Sicher bietet dieses Netz aus

Stahl

neuen Frühlingsboten eine

Wahl!

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Zum Baufortschritt ein kleines Augenzwinkern zwischendurch. Stand der Ermittlungen: Wir sind noch im Sommer 2018. Der Sommer ist immer noch heiß und trocken. Aber in wenigen Tagen beginnt der Herbst. Zeit für ein paar Fotos und ein paar Zeilen:

2016

Im Foto unvergessen:

Ein Berg wird weggefressen.

2018

Himmelsblau am Sommerende,

Schattenwald zur Abendstund.

Trassengrau der Westtangente,

Parabelbogen, Formenrund.

Brücke mit Geländerstangen,

helle Farbe, Vordergrund.

Darüber blass, ein halber Mond,

gerade aufgegangen,

wo eben jetzt  die Stille wohnt

am verkehrsberuhigten Ort,

noch von Dezibel verschont.

Doch die Zeit, sie schreitet fort.

2020

Wo einst die Lücke

doch mächtig klaffte,

steht bald die Brücke

im grünen Safte.

Den Rohbau im Blick

und man hat solche Visionen.

Gibt´s freilich finanziell einen Knick,

gilt es den Haushalt zu schonen.

Es kommt dann ein anderer Schick:

Man verwendet beim Bau Gabionen.

Ob dieser oder jener Schick

ohne oder mit Gabionen,

es gibt weder leise, noch laute Kritik

bei den Tieren, die an der Grünbrücke wohnen.