Steinbilder II von Steinührle bis Zellendolomit

Steinührle. Trochiten, Stielglieder der Seelilie "Encrinus liliiformis" mit Zentralkanalloch und randlichen Einkerbungen.- Bilfingen: Gauchholl, Pforzheim: Wallberg.
Stubensandstein. Keupersandstein, hier ein weißer Sandstein, bei dem die Quarzkörner durch ein kalkiges Bindemittel verklebt sind. Bei einem Tropfen Salzsäure reagiert nur das Bindemittel mit Gasblasen um das Quarzkorn (Q) herum.- Illingen, Alte Burg.
Stylolithen. Kalkstein im Oberen Muschelkalk mit parallelen und zackigen Strukturen, "Säulenstein" (stylos - Säule, lithos - Stein, griechisch).- Mönsheim, Buigen.
Terebratelbank. Trochitenkalk-Formation mit Terebrateln dicht an dicht; unterster Oberer Muschelkalk.- Friolzheim: Betzenlöchle, Niefern-Vorort: Lattenwald.
Tigersandstein. Sechs Buntsandsteine mit Wadflecken (Mangan) und Rostflecken (Eisen).- Pforzheim, Lettenbachklinge.
Ton. Kein Tonstein; weich: Nägel, Münzabdruck; Ton lässt sich zerschneiden, kneten, formen; Keuper-Ton: grün, Kleinvillars; Muschelkalk-Ton: hellgelbgrau, Wurmberg; Buntsandstein-Ton: rot, Pforzheim, Lettenbach.
Tongallen. Rotbraune Tonsteingerölle aus dem Mittleren Buntsandstein, sieben zu einem Phantsiewesen gelegt; die Gerölle sind weich, was die Reißzwecke zeigt.- Pforzheim, Lettenbachklinge.
Tonmergelstein. Mosbacher Grenzschichten, dolomitischer Mergelstein im Untersten Muschelkalk, Maserung durch Mangan- und Eisenverbindungen.- Pforzheim, Römerstraße.
Tonmergelstein. Ceratitenschichten, dolomitfreier Mergelstein im Oberen Muschelkalk.- Mühlacker-Dürrmenz, der "Mörtel" in der Kalksteinmauer unter der Burgruine Löffelstelz.
Tonstein. Kein Ton. Der Tonstein ist hart, aber mit dem Messer ritzbar; zerfällt im Wasser von ganz allein und knistert dabei.- Schützingen, Gausberg.
Trigonodusdolomit. Verwittert gelblich, löchrig, sandet ab, frisch zerschlagen glitzern die vielen rhomboedrischen Kristalle, Oberer Muschelkalk.- Mönsheim, Hupfer.
Tripel. Mikrokristalline Quarzmasse, hart, aber mit Feile formbar, weich, mit den Fingern zerreibbar, bei Salzsäure (S) keine Gasblasen sichtbar, wegen Tonanteil mit Wasser zu einer Kugel knetbar, als Schleifmittel einsetzbar.- Pforzheim, Kutscherweg.
Trochitenkalk. Trochiten, versteinerte Stielglieder der Seelilie "Encrinus liliiformis" auf Kalkstein und als Calcit-Einkristall im Stein, mit im Licht spiegelnden Flächen und rhomboedrischen Formen.- Bilfingen, Gauchholl.
Urenzgeröll. Tertiärer Höhenschotter, die Kiesel der Ur-Enz; links Buntsandsteingerölle, rechts gerundete Hornsteine aus dem Mittleren Muschelkalk.- Enzberg, Enztalhang.
Verquarzter Buntsandstein. Löchrige, braungraue Schicht mit glitzerndem Quarz, der unter dem Mikroskop zu winzigen Bergkristallen wird.- Neuenbürg, Müßebene.
Violetter Horizont. Blauvioletter mürber Buntsandstein.- Pforzheim, Lettenbachtal.
Wad. Schwarze Gesteinsmasse mit Manganoxid, Manganhydroxid und Eisenverbindungen, erdig, pulvrig, weich, wasserhaltig. Finger oder Wattestäbchen werden beim Berühren schwarz. Das Wad färbt ab.- Waldrennach, Hundstal.
Wellenkalk.- Niefern: Dürrmenzer Weg, Heimsheim: Silberberg.
Wurstelmergel. Fossilreich, bei der Münze mehrere kleine Muscheln.- Niefern: Dürrmenzer Weg, Birkenfeld: Mittelbusch, Heimsheim: Silberberg, Tiefenbronn: Seeäcker, Niebelsbach: Heumahd.
Zellendolomit.- Niefern-Vorort: Lattenwald, Wurmberg: Wiernsheimer Straße.

Die lange Liste der Steinbilder von A-Z wurde im Juni 2014 abgeschlossen. Aber es finden sich immer wieder einmal neue "Steine" in Pforzheim oder im Enzkreis. Sie werden unter Steinbilder III ab Juni 2014 aufgeführt und angeklickt unter:

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