Fossiler Muschelkalk (3): die Schnecke

Fossiler Pop - echte versteinerte Schneckengehäuse (3-5 cm lang) aus den Wurstelmergeln des Unteren Muschelkalks von Keltern-Niebelsbach, bemalt und verfremdet!

Eine Schnecke im Muschelkalk zu finden ist eher eine zufällige Angelegenheit. Wer mit dem Hammer viele Steine im Muschelkalk zerschlägt, wird früher oder später auf eine Schnecke stoßen. Sie am Wegesrand finden zu wollen, ist kaum vom Erfolg gekrönt, weil die versteinerten Tierchen meistens sehr klein sind.

Eine Ausnahme gibt es. In den Wurstelmergeln des Unteren Muschelkalks sind sie relativ groß und relativ häufig. Vier sind hier abgebildet. Die Münze sagt etwas über ihre Größe aus!

Die Schneckenfunde in den Wurstelmergeln sind unspektakulär. Ein bisschen Farbe lässt die Form deutlicher werden. Wo gibt es diesen Wurstelmergel?

Keltern-Niebelsbach: auf der Heumahd, Birkenfeld: Wingertweg,  Tiefenbronn-Mühlhausen: Seeäcker, Wimsheim: Loh, Heimsheim: Silberberg, Pforzheim: Kirschenpfad/Oberer Vogelherdweg.

Dolomitischer Muschelkalk mit winzigen Turmschnecken vom Großen Kesselweg in Niefern, Unterer Muschelkalk

Diese Turmschnecke wurde beim Zerschlagen des Steins halbiert. Die Halbierungsform, der Schneckenquerschnitt zeigt sich häufig im Gestein. Die Form sollte man sich merken! Der Stein stammt aus einer Muschelschalentrümmerbank am Sperlingshof zwischen Pforzheim und Wilferdingen.

Querschnitte durch Turmschnecken in einer Muschelkalkmauer auf der Löffelstelz in Mühlacker. Im Vergleich dazu rechts unten ein weißes Turmschneckengehäuse aus unseren Tagen. Die beiden Tiere lebten im Abstand von 230 Mio. Jahren!

Halbierte Turmschnecke in einem Stinkkalk des Mittleren Muschelkalks. Fundort: Wurmberg, Äußere Hub