S T E I N B I L D E R  U N D  S O N S T  N I C H T S

Steinbilder I ...Steinbilder II ...Steinbilder III ...Steinbilder IV...

Hier finden Sie "Steinbilder", Abbildungen und Beschreibungen von Mineralien und Gesteinen, die es in Pforzheim und im Enzkreis gibt.

Der Zweck unseres Vereins ist es, den Menschen durch die Beschäftigung mit der Mineralogie, der Geologie und dem historischen Bergbau die Natur näher zu bringen. In diesem Sinne wurden die Steinbilder zusammengestellt.

Dafür gibt es einen guten Grund: Das Besondere im Stadtgebiet von Pforzheim und im Enzkreis ist die auffallend hohe Zahl unterschiedlicher Steine, die der Wanderer auf den Äckern, in den Weinbergen, im Wald oder am Flussufer entdecken kann. Das liegt einerseits an den schnell wechselnden Ablagerungsbedingungen des frühen Erdmittelalters, aus dem die meisten Steine stammen, und andererseits an der Vielfalt der Landschaften, an denen Pforzheim und Enzkreis Anteil haben.

Wie die Steinbilder hier geordnet sind

Auf einer einzelnen Home-Page-Seite lässt sich nicht alles darstellen, und wenn sie voll ist, auch nichts nachtragen. Die Steinbilder sind folgendermaßen geordnet:

 

Steinbilder I     von Azurit bis Steinmergel, Beginn noch auf dieser

                          Seite weiter unten

Steinbilder II    die Fortsetzung von Steinührle bis Zellendolomit,

                          Liste bis Juni 2014 abgeschlossen

                          Steinbilder II

Steinbilder III  ab Juni 2014, mit laufenden Ergänzungen, von A-Z

                          Im Gelände versteckt. Endlich entdeckt!

Steinbilder IV   Anregungen für den wander-

                          freudigen Steinsucher mit Bild, Text und Karte bei

                          Wanderungen          

Steinbilder V     Steinbilder aus dem Waldenserort Corres

                          Corres´ Keuper-Kaleidoskop

                                  

Der Pforzheimer Stinkquarz

Pforzheimer Stinkquarz auf Zellendolomit, Fundort: Pinache-Wiernsheim

Nachdem von all den vielen Gesteinen und Mineralien ein Steinchen mit dem Namen Pforzheim verbunden ist, soll der "Pforzheimer Stinkquarz" seine eigene Unterseite bekommen: Pforzheimer Stinkquarz

Wer mehr über diese Steine und ihre Fundorte wissen möchte und gerne wandert, findet in den drei Büchern ausgesuchte Wanderziele und leicht verständliche Texte, nebst ein paar spielerischen Aufgaben. Von den über 700 Abbildungen geht sicherlich ein Anreiz aus,  die Steine draußen in der Natur tatsächlich zu sehen.

Steinbilder I  - von Azurit bis Steinmergel

Zum Vergrößern aufs Bild klicken!

Azurit. Auf Dolomitsteinen des Unteren Muschelkalks.- Pforzheim, Oberer Segelweg.
Baryt. Schwerspat, tafelig und blättrig.- Neuenbürg: Bergwerk "Frischglück", Waldrennach: Hirschgarten.
Blaukalk. Fossilleerer Hauptmuschelkalk; dunkle Farbe durch Pyrit und Bitumen; ausgebleichter Ackerstein mit weißer Steinrinde und Schrumpfungsrissen.- Mönsheim, Buigen.
Bunte Mergel. Rotbraune, grüngraue, violette Tonsteine im Keuper.- Illingen, Weinberg.
Buntsandsteinbreccie.- Salmbach, Eisenwald.
Calcit. Heller Kalkspat mit gelblichen Eisenrostbändern.- Pforzheim, Kaltenberg.
Deckplatten-Dolomitsteine. Sie zerspringen beim Zerschlagen immer wieder ebenplattig mit klaren Kanten. Unterer Muschelkalk.- Birkenfeld, Mittelbusch.
Dolomitstein. Gelber, dichter Dolomitstein im oberen Lettenkeuper, mit Calcit erfüllten, ovalen Drusen.- Bauschlott, Auweg.
Dolomitstein. Kalkspatleisten durchziehen den Stein aus dem oberen Lettenkeuper.- Bauschlott, Auweg.
Eisenschlacke.- Huchenfeld, Erzkopf, Erzgrubenweg.
Flaserkalk. Oberer Muschelkalk.- Pforzheim, Lange Grundweg.
Flussspat. Fluorit; links verquarzter Flussspat, Flussspat-Erz; rechts winzige Fluorit-Würfel im Erz, mit Quarzkriställchen besetzt.- Pforzheim, Käfersteige.
Gemeiner Milchquarz. Große helle Gerölle im Buntsandstein; milchig trüb durch winzige gasförmige oder flüssige Einschlüsse.- Pforzheim, Lettenbachklinge.
Gipskeuperkalkstein. Kalkbank im unteren Gipskeuper mit winzigen Muscheln und Schnecken.- Senke südwestlich von Corres.
Gipskeupermergel. Gelbgraue drusige grobe Mergelbrocken, innen weiß durch Calcit (C) und Quarz, auch winzige Bergkristalle (Q).- Sengach, Enztalrand.
Gipskeupermergel. Grünliche ausgelaugte Mergelfladen mit harten Calcit-Graten.- Sengach, Enztalrand.
Gipskeupermergel. Zweimal der gleiche Mergelstein: flach, ausgelaugt, schlackeförmig von oben, mit reichlich faserigem, säulenartigen Calcit von der Seite. Gips aufgelöst, Calcit abgeschieden.- Mühlacker, Kißling.
Gipsresiduen. Kalkige Auslaugungsrückstände; knollige Steine mit Mergelstückchen, Quarz und Calcit, aus denen Gips ausgewaschen wurde; Residuum - das Zurückgebliebene, der Rest.- Weinberge in Lienzingen, Illingen, Schützingen.
Gipsresiduen. Äußerst drusige und kalkspatreiche Gipsauslaugungsreste.- Illingen, Neue Weinberge.
Gipsresiduen. Häufig vorkommende Gipsauslaugungsreste mit aufgewachsenen weißen Calcitkristallen.- Illingen, Neue Weinberge.
Goethit. Brauner Glaskopf, traubige, schwarz-glänzende Oberfläche, seitlich dunkelbraun-faserig.- Waldrennach, Hummelrain und Hirschgarten.
Hämatit. Auf einem Buntsandstein.- Waldrennach, Hirschgarten.
Harnisch. An einer Verwerfung im Buntsandstein haben sich Gesteinsflächen aneinander vorbeibewegt. Es kam zu parallen Schramm- und Kratzspuren. Weißer Baryt und Eisenrost färben die gerillte Fläche.- Büchenbronn: Herrmannsee.
Hauptbuntsandstein. Mittlerer Buntsandstein, fast geröllfrei, tüpfelfrei, schräg- und kreuzgeschichtet, rotbraun, gelblich gebändert.- Büchenbronn, Beutbachtal.
Kalktuff.- Iptingen, Grenzbach
Karneol. Getrommelte und rohe Karneole aus dem Karneol-Dolomit-Horizont, Mittlerer Buntsandstein.- Pforzheim, Lettenbachtal.
Kugelsandstein. Mittlerer Buntsandstein.- Huchenfeld, Nagoldhalde.
Lettenkeupersandstein. Grüner Sandstein mit roten Hämatitflecken. Rechts mit dem Lager, links gegen das Lager aufgenommen.- Bauschlott, Auweg.
Lettenkeupersandstein. Gelblicher Sandstein mit braunen Pflanzenspuren.- Ölbronn, Talweg.
Lettenkeupersandstein. Grauer, schiefriger Sandstein mit kohligen Pflanzenresten.- Bauschlott, Auweg.
Lettenkohle. Unterer Keuper.- Bauschlott, Auweg
Limonit. Eisenrost, Brauneisenstein, Brauneisenerz; ein rostfarbenes lockeres Gemisch aus wasserhaltigen Eisenoxiden.- Pforzheim, Käfersteige.
Lösskindel. Auch die Lösskindel sind Ackersteine im Löss- und Lösslehmgebiet.- Mühlacker: Plattensteige, Langes Gewand, Lug, Biegeläcker.
Lösslehm. Tonreicher alter Lösslehm, bei Regen weich zerflossen, dann wieder verfestigt.- Pforzheim, Müllerskreuz.
Malachit. Auf Dolomitsteinen des Unteren Muschelkalks; Berggrün, eine Kupferverbindung; das Grün verblasst im Sonnenlicht.- Mühlhausen: Maus, Pforzheim: Hafnerwiese, Oberer Segelweg, Heimsheim: Silberberg.
Manganoxid. Krustig auf Buntsandstein, dendritisch auf Keupermergel, blauschwarz fleckig auf Keupersandstein.- Neuenbürg, Schützingen, Ölbronn.
Mergel. Eine Steinmasse, ein Gemenge aus hauptsächlich Tonmineralen und Kalk; hier ein ebenplattiger, schiefriger, dolomitischer, tonreicher Mergel(stein).- Birkenfeld, Nordrand Dammfeld.
Nodosuskalk. Gerundete Ackersteine der Ceratitenschichten; die runden Formen, weil der Kalk tonhaltig ist; Bruchstücke von Ceratiten als Ackersteine.- Ispringen, zum Hohberg hin.
Ochsenbachbank. Konglomeratischer Dolomitstein im Stubensandstein des Keupers.- Schützingen, Gausberg.
Orbicularismergel. Muschel "Neoschizodus orbicularis".- Birkenfeld, Dammfeld; Heimsheim, Silberberg; Wurmberg, Hub.
Plattensandstein. Oberer Buntsandstein, platt wie ein Blatt, glimmerreich und für Plattenbauten geeignet.- Hohenwart, Aussichtsturm.
Pyrolusit. Weichmanganerz, nadelig, radialstrahlig auf Buntsandstein; mit dem bloßen Auge noch erkennbar.- Waldrennach, Hundstal.
Quarzbreccie. Mittlerer Muschelkalk; bei einem Tropfen Salzsäure tanzen die Gasblasen um die helle Quarzmasse; die Säure greift nur die kalkig-dolomitische Grundmasse des Steins an.- Königsbach-Stein, Heustätt.
Quarzsandstein. Rechts ein quarzitähnlicher porenloser Stein, bei dem ein Tropfen Tinte färbt, aber nicht versickert; links ein Sandstein mit Poren: die Tinte versickert sofort.- Pforzheim, Drehklingenbach.
Rötmergel. Rötton, oberster Oberer Buntsandstein, am Übergang zum Muschelkalk.- Pforzheim, Römerstraße.
Scheinkristall. Sandstein-Scheinkristalle nach skalenoedrischen Calcitkristallen. Kugelhorizont im Mittleren Buntsandstein.- Pforzheim-Huchenfeld, Nagoldhalde.
Scheinkristall. Sandstein-Scheinkristalle nach würfelförmigen Steinsalzkristallen, Steinsalzkristallmarken, eingesunkene Würfelflächen; Stubensandstein, Keuper.- Schützingen, Gausberg.
Schilfsandstein. Keupersandstein, Strömungsrippel, Kreuzschichtung, in den unteren Lagen schiefrig.- Ölbronn, Eichelberg.
Schillkalk. Muschelschalentrümmerkalk aus der Trochitenkalk-Formation.- Pforzheim, Obsthof und Mönsheim, Wartsteig.
Schwarze Schiefertone. Dunkle, Pyrit führende Tonsteine im Unteren Muschelkalk, blättrig, schiefrig verwitternd.- Birkenfeld, Erfurter Straße, Panoramabahn.
Seelilienbreccie. Ein Dolomitstein aus dem Unteren Muschelkalk mit Trümmern von Einkristallen, die in Seelilien-Stielgliedern ihren Ursprung haben; im Sonnenlicht gedreht, werden die Kristallflächen sichtbar.- Pforzheim, Römerstraße.
Siderit. Eisenspat, ein Eisenkarbonat, rhomboedrische Kristalle.- Salmbach, Eisenwald.
Steinmergel. Verwittert und zerfällt schalig; säureempfindlich durch Kalkanteil, hart durch Dolomitanteil, dicht und glatt durch Tonanteil. Reagiert bei 1-3 auf einen Tropfen Zitronensaft (Säure).- Schützingen, Gausberg.
Steinmergel. Verwittert und zerfällt bauklötzchenförmig; mit ebenen Bruchflächen und klaren Kanten; die Bauklotzform schwindet, wenn die rostigen Eiseneinlagerungen und die schwarzen Manganoxidflecken zunehmen.- Schützingen, Gausberg.
Steinmergel. Löchrig und stark verkieselt, deshalb bei Salzsäure nur kleine Blasen; große Blasen über den mit Kalk gefüllten Löchern; geysirartige Blasenbildung, wenn sich Löcher nach innen erweitern.- Sengach, Enztalhang.