Achate, Mandeln und Drusen im Raum Rheinland-Pfalz 3

Der 18. Blick geht über die Grenze ins Saarland

Stufe aus Freisen, Saarland, mit Rauchquarz-Goethit-Druse

Es stammt

keinesfalls

jedes Stück

aus Rheinland-Pfalz.

 

Das lässt sich

schnell beweisen

mit diesem Stück

aus Freisen.

 

Das zum Glück

zu uns geriet,

als Druse

aus dem Saargebiet.

Freisen, Saarland - heller Quarz, rötlicher Hämatit, schwarze Goethit-Nadeln

Eine Druse mit

Quarz und Hämatit

plus schwarzen Spitzen

aus Goethit,

die als Hit

dazwischen sitzen.

Freisen, Saarland - Druse mit schwarzen Goethit-Nadeln auf Quarz
Freisen, Saarland - Druse mit schwarzen Goethitnadeln
Freisen, Saarland - Quarz, Goethit, Harmotom

Der 19. Blick richtet sich auf Informationen, die zusätzlich in den Vitrinen zu lesen sind

 

Zum roten Raum

und seinem Wesen

gehört, man kann da

manches lesen,

schwarz auf weiß,

was den Achat betrifft.

Hier dagegen schwarz

mit gelber Schrift:

 

Reimfreies Achat-Modul Nr. 2
Achat in Rhyolith, einem Vulkanit aus Oberthal, Pfalz
Reimfreies Achat-Modul Nr. 3 - vulkanisch - basisch - sauer

Der 20. Blick erbarmt sich der Nicht-Achate Quarz und Calcit, die es auch im Raum gibt

Calcit und Quarz

und die Achate

sind eng verbunden.

In Drusenräumen

vieler Exponate

werden sie gefunden.

Der 21. Blick schielt auf die Typen

Wer kennt sie schon, die Zahl,

und vor allem auch die Namen,

die bei der Namenswahl

über die Achate kamen?

 

Mineralogen jubilieren,

wer verkauft, wird sich die Hände reiben.

Petrologen reduzieren,

wenn sie den Achat beschreiben.

Sammler sammeln Unterschiede.

Leser macht das eher müde.

 

Klar und sachbezogen

bei den Namen und den Steinen

reduzieren Petrologen

bei dem Namensvielerlei

natürlich nicht auf einen,

einen Namen, sondern zwei:

Erstens gibt´s die Festung.

Zweitens dann den Uruquay.

Reimfreies Achat-Modul Nr. 4
Grundtyp 1 Festungsachat

Der Achat erinnert, keine Frage,

an eine alte Burganlage.

Grundtyp 2 Uruguay-Achat

Beim Achat, dem Uruguay,

ist Paralleles mit dabei.

Fundort ist Amerika,

liest man auf dem Schildchen da.

Und damit kommt er keinesfalls

aus dem schönen Rheinland-Pfalz.

Der 22. Blick würdigt die Exoten

Ein paar Namen

in den Vitrinen

sind nicht so häufig

und dem Laien,

vielleicht auch Ihnen,

nicht so geläufig.

Ein Blick auf diese Namen

scheint geboten,

wie Prehnit und Pektorit

und andere Exoten.

Harmotom (weiß) und Calcit (gelblich), Fischbachtal bei Idar-Oberstein
Pektolit (grauweiß) auf Prehnit (grün); Steinbruch Rauschermühle, Niederkirchen, Pfalz
Prehnit (grün), Niederkirchen, Pfalz. Der Holländer Hendrik von Prehn brachte das Mineral aus Südafrika, vom Kap, mit. Ein Mineraloge untersuche es und benannte es 1783 nach dem Finder.
Chabasit (weiß) und Calcit (orange-gelb) aus Freisen im Saarland, Steinbruch Becker
Stilbit (graubraun, farblos), bildet sich oft in Blasenräumen von Vulkaniten.

Der 23. Blick durchwandelt die Pseudomorphose

Achat, Skolezitpseudomorphosen, Wendelsheim bei Alzey in der Pfalz

Was sich im Gasblasen-Hohlraum abspielt, wenn dort Skolezit, Baryt, Aragonit oder Calcit schon Kristalle gebildet haben und dann später die Kieselsäure dazukommt und auf die Kristalle einwirkt, das wird im Folgenden in einem "Pseudomorphose-Gedicht" beschrieben.

 

Doch bevor es in die Reime geht,

könnten Sie im schwarzen Kasten

lesen, was da griechisch steht,

um dann in aller Ruhe

durchs Gedicht zu hasten.

Reimfreies Achat-Modul Nr. 5

P s e u d o m o r p h o s e

Ein erstes Mineral,

wir nennen es hier einfach A,

ist in einem hohlen Raum

schon länger da,

mit allem Drum und Dran vorhanden,

eben als Kristall mit Ecken und mit Kanten.

 

 Ein zweites Mineral

ist plötzlich da.

Das nennen wir mal B.

Und dieses B verdrängt nun A.

Das kann wirklich so geschehen

und tut dem A ein bisschen weh,

so rein menschlich mal gesehen.

 

Aggressiv, voll böser Absicht

macht sich B an A heran,

was A nun leider nicht

wirkungsvoll verhindern kann.

Herzlos, ohne ein Gefühl

zerrt B und reißt,

löst auf und beißt 

bei A ins Molekül.

 

Wenn nun A ein Molekül verliert,

wird von B gleich ausprobiert,

in jeden Winkel vorzudringen.

Und weil B in Lösung wässrig ist,

kann der Vorgang auch gelingen.

 

Es setzt sich in der Lücke fest,

der Lücke, die jetzt B gehört.

Dabei wird der große Rest,

der Kristall, keineswegs zerstört.

Schlussendlich und zu guter Letzt

ist  alles im Kristall ersetzt.

Das ist das typische Verfahren:

Inhalt weg, die Form bewahren,

ja, das ist von B die Masche:

Neuer Wein in alter Flasche.

 

Damit ist nun alles klar:

Was sich B als Form erkoren,

bleibt dauerhaft erhalten.

Außerdem wird offenbar:

A hat substanziell verloren.

Der Inhalt konnte sich nicht halten.

Und B fühlt sich ganz wunderbar:

So frisch, wie neu geboren.

Und wir? Wir müssen uns dran halten!

 

In der Mineralien-Sammler-Welt

ist das ein Vorgang, der gefällt.

Und so interessieren sie sich alle

für diese Lug-und-Trug-Kristalle,

ob kleine oder für ganz große.

Und wenn dann mal ein Name fällt,

dann hört man - Pseudomorphose.

Reimfreies Achat-Modul Nr. 6
Reimfreies Achat-Modul Nr. 7

Der 24. Blick geht spielerisch zurück

Unser roter Raum

"Rheinland-Pfalz":

Das war´s gewesen.

Hier gibt es jedenfalls

nichts Neues mehr zu lesen.

 

Sie haben in den Raum geblickt

so rund zwei Dutzend mal,

jetzt werden Sie ins Spiel geschickt.

Treffen Sie doch Ihre Wahl

und überprüfen Sie Ihr Wissen

durch Erreichen einer Punktezahl,

in einem Spiel, das Sie

nicht spielen müssen.

 

Wenn Sie sich fürs Spiel entscheiden,

sollten Sie sich vorbereiten:

Sie brauchen Bleistift und Papier,

und dann beginnt das Ganze hier:

 

Achate, Mandeln und Drusen im Raum Rheinland-Pfalz 4 - Spielereien